Transparenz statt politischer Preise
Derzeit wird in Österreich intensiv über den sogenannten „Österreich-Tarif“ diskutiert. Ab März 2026 soll dieser Tarif von Verbund eingeführt werden. In der öffentlichen Debatte entsteht dabei oft der Eindruck, als bräuchte es politische Vorgaben, damit Strompreise endlich „fair“ werden.
Die Realität ist jedoch: Faire Strompreise entstehen durch Wettbewerb, nicht durch politisch festgelegte Preispunkte.
Der wichtigste Reality-Check: Blicken Sie auf den Spotmarkt
Ja, es gibt einzelne Tage mit höheren Preisen. Was dabei oft übersehen wird: Ein einzelner Tagespreis sagt kaum etwas darüber aus, was Strom über ein ganzes Jahr tatsächlich kostet.
Ein Blick auf die Jahresdurchschnittspreise am Spotmarkt (netto) zeigt ein deutlich ruhigeres Bild:
2025: 9,89 ct/kWh
2024: 8,19 ct/kWh
2023: 10,21 ct/kWh
Was politisch über Fixpreise reguliert wird, stellt der Markt längst selbst bereit.
Natürlich gibt es Kundinnen und Kunden, die über diesen Durchschnittswerten liegen. Gleichzeitig gibt es aber auch sehr viele, die darunter liegen. Genau das ist Wettbewerb: Unterschiedliche Tarife, unterschiedliche Nutzungsprofile und unterschiedliche Entscheidungen führen zu unterschiedlichen Ergebnissen.
Hohe Tagespreise sind kein Systemversagen
Ein häufiges Argument in der aktuellen Diskussion lautet: „Der Tagespreis ist hoch, also funktioniert das System nicht.“ Diese Schlussfolgerung greift zu kurz.
Hohe Tagespreise in Phasen der Dunkelflaute sind keine Überraschung, sondern ein bekanntes und erwartbares Marktphänomen. Der Spotmarkt bildet diese Realität bewusst ab – im Viertelstunden-Takt. Schwankungen sind daher kein Fehler, sondern ein zentrales Funktionsprinzip.
Entscheidend ist der Blick nach vorne: Bereits ab Ende Februar ist wieder deutlich mehr Sonneneinstrahlung zu erwarten. Mit ihr steigt das Angebot erneuerbarer Energie – und damit kehren auch günstigere Preise zurück.
Wer sich auf einzelne teure Tage fokussiert, übersieht den eigentlichen Mehrwert dynamischer Tarife: den langfristigen Effekt von Durchschnittspreisen. Genau dort liegt das Einsparpotenzial, das für viele Haushalte relevant wird.
Politisch angeordnete Preise sind keine nachhaltige Lösung
Was in der aktuellen Debatte problematisch wirkt, ist die politische Inszenierung: Es entsteht der Eindruck, als müssten Preise „verordnet“ werden, damit sie sinken.
Dabei gilt: Würden alle Kundinnen und Kunden in Spot- oder marktorientierte Tarife wechseln, dann hätten Sie bereits heute Strom zum selben Preis, aber ganz ohne politische Vorgaben und Querfinanzierungen.
Wenn ein System nur dann „funktioniert“, wenn Preise politisch festgelegt werden, dann ist das kein funktionierender Markt. Österreich ist und soll keine zentral gesteuerte Preiswirtschaft sein. Wettbewerb lebt davon, dass Konsumentinnen und Konsumenten vergleichen, wechseln und Anbieter dadurch unter Druck geraten.
Doch das ist kein Beweis für die Stärke politischer Preisvorgaben. Es ist ein Beweis dafür, dass Wettbewerb wirkt, sobald Bewegung in den Markt kommt.
Spotty steht für Transparenz: Ohne Hinterzimmer, ohne Nebel
Spotty hat nichts zu verbergen. Deshalb gibt es bei uns eine App, die Transparenz schafft: Sie zeigt Preise, Entwicklungen und Zusammenhänge klar und nachvollziehbar. Ohne Beruhigungsfloskeln, ohne Angstkommunikation, ohne politische Schlagworte.
Wer Strom wirklich nachhaltig nutzen möchte, tut das dann, wenn besonders viel Energie aus erneuerbaren Quellen verfügbar ist. Genau dieses erhöhte Angebot führt nicht nur zu einer besseren Klimabilanz, sondern ganz automatisch auch zu günstigeren Preisen. Nachhaltigkeit und Kostenvorteil fallen hier zusammen.
Statt sich von einzelnen teuren Tagen verunsichern zu lassen, treffen Sie informierte Entscheidungen – auf Basis von Daten, nicht auf Basis von Schlagzeilen.
Fazit: Sie müssen sich nicht sorgen, weil ein Tagespreis hoch ist. Der Strommarkt ist nicht kaputt. Problematisch wird es erst dann, wenn man versucht, Wettbewerb durch politische Vorgaben zu ersetzen. Faire Strompreise entstehen dort, wo Transparenz, Vergleichbarkeit und echte Wahlfreiheit vorhanden sind.